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Entwicklungsplan Dinkel

Entwicklungsstrategie für die Dinkel

Foto bovenloop Dinkel Springendalse beek2Der Entwicklungsplan Dinkel ist eine Initiative der Waterschap Regge en Dinkel und zielt auf die Entwicklung der Dinkel und ihrer wichtigsten Nebenbäche zu einem robusten Gewässersystem ab. Darunter wird ein Gewässersystem verstanden, das unter unterschiedlichen hydrologischen Bedingungen (Bewirtschaftungssituation + Überflutungen + Dürren) gut funktioniert.

Problemstellung/Anlass des Projekts

Die Dinkel ist in den Niederlanden ein Wasserkörper mit hochgesteckten Zielen. Diese Ziele wurden in der Vergangenheit bereits in verschiedenen Strategien, Bewirtschaftungsplänen und anderen Dokumenten formuliert und wurden im Rahmen der WRRL erneut bestätigt. In der Umgebung von Denekamp wirkt sich die Art der Abflussverteilung infolge des Umleitungskanals in erheblichem Maße auf die Möglichkeit aus, die hochgesteckten Ziele zu verwirklichen. Das Hochwasser im August 2010 hat gezeigt, dass die Bewirtschaftung der gesamten Dinkel großen Einfluss auf die einzelnen, von der Waterschap Regge en Dinkel geplanten Teilprojekte hat. Als Grundlage für einzelne Pläne, die entwickelt werden müssen, ist eine integrierte Sichtweise/Strategie der Entwicklung der Dinkel wünschenswert.

Projektziele und -ergebnisse

Ziel der Entwicklungsstrategie ist die Schaffung eines gemeinsam getragenen Bildes der Dinkel im Jahr 2030 und die Verschaffung eines Überblicks über die Maßnahmen, die zu diesem Zweck im Hauptgewässer und möglicherweise in den wichtigsten Nebenbächen durchgeführt werden müssen.
In Phase 1 wird festgestellt, unter welchen Bedingungen Partner bereit sind, an der Strategie mitzuwirken. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse kann der Umfang der Dinkel-Strategie hinsichtlich der Gebietsgröße und der Themen ermittelt werden. Darüber hinaus wird eine Übersicht über Maßnahmen mit hydrologischen Auswirkungen verfügbar, die in dem Zeitraum bis circa 2030 im Dinkel-Tal geplant sind.
In der Strategie wird verdeutlicht, welche hydrologischen Auswirkungen die vorgeschlagenen Maßnahmen haben und werden außerdem die Wechselwirkungen der einzelnen Maßnahmen ermittelt (Phase 2).

Umsetzung und Projektergebnisse

Das Projektgebiet wird vorläufig auf 1 km auf beiden Seiten der „nassen“ Infrastruktur begrenzt. Anpassungen hinsichtlich des Untersuchungsgebiets und/oder der inhaltlichen Aufgabenstellung sind möglich und richten sich nach den Wünschen der teilnehmenden (deutschen) Partner.

Das Projekt wird stufenweise durchgeführt. Im Mittelpunkt der ersten Phase steht die Förderung der Beteiligung (mit Finanzmitteln oder eigenem Einsatz) von Partnern an dem Entwicklungsprozess der Strategie. Darüber hinaus umfasst die erste Phase die gemeinsame Feststellung des Umfangs der Strategie in Bezug auf die Gebietsabgrenzung (größer oder kleiner) und Themen (nur Wasser oder mehr).
Nach erfolgreichem Abschluss der ersten Phase wird während der 2. Phase die Strategie formuliert, werden die Auswirkungen der Maßnahmen ermittelt und wird das entsprechende Umsetzungsprogramm bis zum Jahr 2027 erstellt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Maßnahmen, die hydrologische Auswirkungen haben.

Ein wichtiger Baustein der 2. Phase ist der Einsatz des Konzepts „Gesamtperspektive Flusslandschaften“. Dieses Konzept wurde in den vergangenen Jahren im Rahmen der Regionale 2016 in Nordrhein-Westfalen entwickelt. Auf der Grundlage typischer Fluss-/Bachabschnitte, der so genannten Flussetappen, wird eine Bestandsaufnahme des Flusssystems vorgenommen. Daraus lassen sich Zukunftsbilder, die so genannten Flussraumtypen, ableiten, die als langfristiges Bild gelten und als richtungsweisender Rahmen für die Entwicklung neuer (gemeinsamer) Initiativen dienen können.

Die Hinzuziehung des deutsch-niederländischen Koordinierungsbüros ist erwünscht, um eine Abstimmung auf Behörden-/Verwaltungsebene zu ermöglichen.